Ökumenischer Rat der Kirchen
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9. August 2004
Wie können wir im Dschungel der Ekklesiologie den Tigern aus dem Weg gehen?
Von Mark Woods (*)
Es gibt über 340 Mitgliedskirchen im Ökumenischen Rat der Kirchen. Aber was verstehen diese 340 Kirchen unter einer Kirche? Und in welcher Beziehung steht jede dieser Kirchen zu anderen Kirchen? Die Studie der ÖRK-Kommission für Glauben und Kirchenverfassung, die diese Fragen untersucht, ist die so genannte Ekklesiologiestudie. Sie steht ganz oben auf der Tagesordnung der Kommission, und auch der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) beschäftigt sich mit dieser Frage.
Pfr. Binsar Nainggolan, ein aus Sumatra gebürtiger Pastor der Protestantischen Huria-Kristen-Batak-Kirche, hat einen besonderen Bezug zur Ekklesiologie: "Als ich vor 23 Jahren ordiniert wurde, habe ich als Pfarrer in einer Gemeinde gearbeitet, die im Dschungel von Sumatra lag", erzählt er. "Die zehn Dörfer, die zu dieser Gemeinde gehörten, lagen weit auseinander. Ich musste stundenlang durch den Dschungel gehen, um dorthin zu gelangen, und manchmal stieß ich dabei auf einen Sumatratiger. Bei der Ekklesiologie geht es für mich zum Teil darum, dass die Kirchen auf ihrem Weg zueinander versuchen, den Tigern aus dem Weg gehen."
Wer - oder was - sind diese Tiger? Metropolit Gennadios von Sassisma vom Orthodoxen Ökumenischen Patriarchat antwortet ohne zu zögern. "Wir selbst sind diese Tiger", sagt er, "und zwar in dem Sinn, dass die Spaltungen unter den Kirchen Menschenwerk sind. Wir müssen den Tigern aus dem Weg gehen, indem wir einander zuhören." Dies ist eine Aufgabe, der er sich persönlich verpflichtet fühlt und für die die orthodoxe Kirche sich wie viele andere Kirchen zutiefst engagiert.
Auf der Tagung von Glauben und Kirchenverfassung, die vom 26. Juli - 6. August in Kuala Lumpur stattgefunden hat, trug eines der von den Delegierten diskutierten Papiere den Titel "Das Wesen und der Auftrag der Kirche". Es handelt sich um die detaillierte theologische Studie mit dem Ziel, aus den unterschiedlichen Vorstellungen der kirchlichen Traditionen vom Wesen und Auftrag der Kirche in der Welt gemeinsame Grundlagen herauszuarbeiten.
In dem Papier heißt es, dass die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche vom Vater ins Leben gerufen worden ist und ihre Mitte und Verankerung im Wort Gottes hat. Als Gemeinschaft der Gläubigen ist die Kirche das Geschöpf des Heiligen Geistes. Andererseits jedoch besteht die Kirche aus fehlbaren Menschen. Trotz der wesensmäßigen Einheit der Kirche gibt es Spaltungen, die zum Teil auf die Sündhaftigkeit des Menschen, zum Teil auf wirkliche Meinungsunterschiede zurückzuführen sind. Die Gemeinschaft, so heißt es in der Studie, ist wirklich, aber nicht vollständig verwirklicht. In den verschiedenen Kirchen herrschen unterschiedliche Verständnisse von Taufe, Eucharistie, Amt und Autorität - um nur einige der Fragen zu nennen.
Ist es angesichts dessen möglich, einen Weg durch den Dschungel der Geschichte und der Theologie zu finden, der uns - an den Tigern vorbei - an einen Punkt führt, an dem die sichtbare Einheit wiederhergestellt werden kann?
Der richtige Ausgangspunkt?
Nach Professorin Dr. Anne Marie Reijnen von der Vereinigten Protestantischen Kirche von Belgien müssen wir akzeptieren, dass die Bibel die Einheit der Kirche voraussetzt. In ihrer Einführung zum Thema der Tagung beschäftigte sie sich mit dem Aufruf des Paulus an die römischen Christen, einander anzunehmen (Röm 15,7): "Es gab innerhalb der Kirche keine größere Kluft als diejenige zwischen Juden und Heiden." Für die Juden und Heiden sei es damals schwieriger gewesen, in Harmonie miteinander zu leben, als es heute für Christen verschiedener Traditionen sei. Wenn Paulus die Christinnen und Christen damals zur Einheit aufrufe, dann richte sich dieser Appell auch an die Christinnen und Christen heute.
Und Einheit entstehe tatsächlich: "Christen haben unglaubliche Gemeinschaften zustande gebracht und werden weiterhin solche zustande bringen, gegen den Strich natürlicher Affinitäten, instinktiver Loyalitäten oder Vernunftverbindungen", sagt sie. Und wenn sie das tun, nehmen sie das große Festmahl des himmlischen Reiches vorweg.
Dieser Gemeinschaftsgedanke, die Entstehung persönlicher Bindungen und tiefer Beziehungen, wurde von Professorin Valburga Schmiedt Streck, einer brasilianischen Lutheranerin, aufgegriffen. Ausgehend von ihren Erfahrungen mit Menschen in brasilianischen
favelas
erklärt sie: "Nicht aus dem Verstand, sondern dem Gefühl schöpft dieses Volk Kraft, Trost und die Fähigkeit zu utopischen Träumen."
Diese Herangehensweise, fügt sie hinzu, ermögliche es uns, über ökumenische Fragen einschließlich der Ekklesiologie in einer anderen und potenziell produktiveren Art und Weise nachzudenken, die eher lateinamerikanisch als europäisch geprägt sei. Beziehungen spielten hier eine Rolle - es gehe nicht nur um einen sterilen Austausch von Ideen. „Es ist eine andere Ethik mit einer anderen Logik“, stellt sie fest. „Die europäische Logik blendet den Anderen aus.“
Aber ist es möglich, den Dialogprozess auf der Grundlage von Paulus’ Aufruf zur gegenseitigen Annahme zu beschleunigen? Ja, meint Professorin Kyung Sook Lee von der Methodistischen Kirche in Korea: „Im asiatischen Kontext, der multireligiös geprägt ist, geht es vor allen Dingen darum, zu überleben und mit Menschen anderer Religionen zusammenzuleben.“
„Bei einem Großteil dieser Diskussion geht es um Geschichte, aber diese Geschichte ist nicht die Geschichte Asiens. Ich möchte eine einfache und klare Definition vom Wesen und Auftrag der Kirche haben. Unser wirkliches Anliegen als Asiaten besteht darin, mit dem Volk Gottes und mit Menschen anderer Religionen zusammenzuleben. Die Arbeit ist notwendig, aber sie ist zu kompliziert und theoretisch.“
Eine orthodoxe Perspektive
Andere Teilnehmende hingegen sind anderer Meinung. Für Dr. Paul Meyendorff von der Orthodoxen Kirche in Amerika zum Beispiel gehen die Kirchen einen Schritt zu weit, wenn sie auf der Grundlage eines einzigen Textes von gegenseitiger Annahme sprechen, ohne diese näher zu bestimmen. Wahre Einheit setzt seiner Meinung nach sowohl grundlegende Übereinstimmung in der Lehre als auch ein gemeinsames Leben im Glauben voraus. Während viele Christen ihre eigene Tradition als Ableger oder Teil der größeren, universalen Kirche sähen, identifizierten andere - einschließlich der Orthodoxen - ihre eigene Kirche tatsächlich mit der universalen Kirche.
Für orthodoxe Christen reiche ein gemeinsames Glaubensbekenntnis nicht aus. "Es ist nicht genug, die Wahrheit des Glaubens zu verkünden", erklärt er. "Wir müssen Teil des lebendigen Leibes Christi sein." Meyendorff sieht die Herausforderung für orthodoxe Christen darin, den Status anderer Kirchen außerhalb der orthodoxen Kirche zu definieren - eine Herausforderung, die sie in seinen Augen noch nicht erfolgreich gemeistert haben.
„Die meisten Orthodoxen würden bekräftigen, dass es nur eine Kirche gibt und sich mit dieser einen Kirche identifizieren. In meiner Sicht sind andere Christen in dem Maße, wie sie Teil an der Wahrheit des Evangeliums und am Leben des Geistes haben, orthodox. Wir müssen uns das als konzentrische, sich überschneidende Kreise vorstellen."
Aber er glaubt, dass einige Kirchen es den orthodoxen Christen sehr schwer machen. So würden die Orthodoxen beispielsweise bessere Beziehungen mit der römisch-katholischen Kirche als mit einigen evangelischen Kirchen unterhalten. "Es gibt einige Traditionen wie die Pfingstkirchen, mit denen wir Orthodoxe mehr Gemeinsamkeiten haben als mit liberalen protestantischen Kirchen, die ein extrem individualistisches Glaubensverständnis haben. Wir würden zum Beispiel nie in Gemeinschaft mit einer Kirche treten, die offiziell Abtreibungen akzeptiert."
Dennoch, betont er, gebe es "Stufen der Gemeinschaft", und orthodoxe Christen würden das Ringen um die Einheit der Kirche nicht aufgeben. "Es gibt eine eschatologische Dimension. Zwar ist es ziemlich wahrscheinlich, dass wir die Einheit bis ans Ende der Zeiten nicht erreichen werden. Aber wenn wir es nicht zumindest versuchen, entziehen wir uns dem Auftrag, den Gott uns erteilt hat."
Eine römisch-katholische Perspektive
Auch für römische Katholiken geht es hier um grundlegende Fragen. Pfr. Professor William Henn lehrt am Collegio St. Lorenzo in Rom. "Die große Schwierigkeit liegt in der Beziehung zwischen Einheit und Vielfalt", stellt er fest. "So treten zum Beispiel unter verschiedenen Ethnien und Kulturen im Allgemeinen Verständigungsschwierigkeiten und unterschiedliche Sensibilitäten auf. Die Frage ist, wie wir uns die positiven Elemente zu Eigen machen, ohne die Kirche auseinander zu reißen." - "Schwierigkeiten entstehen, wenn es Widersprüche in wesentlichen Punkten gibt."
Nun gebe es aber Differenzen, die bestehen blieben, unabhängig davon, wieviel guten Willen die Teilnehmenden an einer Tagung wie der von Glauben und Kirchenverfassung zeigten. Eine dieser Differenzen liege in der Frage des päpstlichen Primats, die nach Meinung von Prof. Henn wesentlich ist. "Die grundlegende Meinung der römisch-katholischen Kirche - die uns, so glauben wir, von anderen Kirchen unterscheidet - ist, dass Christus ein universales Leitungsamt will.“
Aber er diskutiert lieber über diese Fragen, statt Fronten aufzubauen. Und die Bibel selbst, fährt er fort, unterscheide zwischen wesentlichen und nicht wesentlichen Glaubensinhalten. „In der Ökumene geht es im Kern darum, zwischen dem Notwendigen und dem Nicht-Notwendigen zu unterscheiden.“
Und wie sieht er die ganze Frage der Ekklesiologie? Versteht er diejenigen, die der Meinung sind, dass diese Frage in ihrem Kontext keine Schlüsselfrage der Ökumene darstellt?
"Zweifellos gibt es einige Fragen, die wichtiger sind als die Struktur der Kirche“, sagt er. "Existenziell gesehen, muss ein Mensch, der Christus nachfolgt, Jesu Lehre vom Reich Gottes leben - die gute Nachricht für die Armen und die Befreiung der Unterdrückten. Für die historischen Kirchen kann es sehr wichtig sein, dass sie zusammenarbeiten, um sich gemeinsam für die Linderung menschlichen Leids einzusetzen. Ich würde auch sagen, dass wir uns, wenn uns dies gelingt, gegenseitig mehr lieben werden und dass schon allein die Tatsache, dass wir zusammenarbeiten, uns dazu bewegen wird, Fragen anzugehen, die uns bislang trennen.“
Aber zu guter Letzt, glaubt er, muss die theologische Arbeit trotzdem getan werden. "Um nur ein Beispiel zu nennen: wenn bei der Eucharistiefeier zwei verschiedene Gemeinschaften zusammenkommen, von denen nur die eine glaubt, dass Christus wirklich gegenwärtig ist, dass er Priester inmitten dieser Gemeinschaft ist, dann bedeutet eine gemeinsame Eucharistiefeier, die diese Unterschiede ignoriert, dass die Glaubensaussagen
über
die Eucharistie nicht wirklich wichtig sind."
Eine anglikanische Perspektive
Eine Gemeinschaft, der es gelungen ist, unterschiedliche Perspektiven miteinander zu verbinden, ist die anglikanische Gemeinschaft, die sich sowohl in der katholischen als auch der reformierten Tradition verwurzelt sieht. Und sie habe dies, erklärt Bischof John Hind, nicht durch detaillierte und verbindliche Lehraussagen erreicht, sondern durch ihre Geschichte, ihre Bekenntnisschriften und Gottesdienstformen. "Unsere Lehrtradition schlägt sich in unserer Liturgie nieder", stellt er fest.
Die Anglikanische Gemeinschaft, bemerkt er, verfüge über keine strukturelle Einheit. Sie setze sich aus autonomen Provinzen zusammen, ohne eine zentrale Autorität, die bei schwerwiegenden Meinungsverschiedenheiten angerufen werden könnte. Bis vor relativ kurzer Zeit sei diese Form der globalen Gemeinschaft nicht ernsthaft in Frage gestellt worden. Themen wie Frauenordination oder gleichgeschlechtliche Beziehungen haben
die Beziehungen zwischen den und innerhalb von Provinzen auf eine Zerreißprobe gestellt.
Für Hind ist dies ein Anhaltspunkt dafür, dass neue Formen der Beziehung gefunden werden müssen. "Ich glaube, dass das Konzept autonomer Provinzen nicht funktioniert", stellt er fest. "Wir haben die Autonomie der lokalen Kirche stark betont, die gegenseitige Rechenschaftspflicht hingegen vernachlässigt, die erforderlich ist, um auseinanderstrebende Entwicklungen zu stoppen."
Für die Anglikaner kann die Lambeth-Kommission, die der Erzbischof von Canterbury eingesetzt hat und die mit der Prüfung eben dieser Frage beauftragt ist, gegebenenfalls Lösungswege aufzeigen. Aber wie können Kirchen über Konfessionsgrenzen hinweg in ihren gegenseitigen Beziehungen zueinander finden? Denn die sichtbare Einheit, so glaubt er, ist für die ganze Kirche unabdingbar.
"Jesus betete, dass die Kirche eins sein möge, damit die Welt glaube. Wir können konfessionelle Unterschiede überdecken. Aber die Welt horcht nicht auf, wenn die Christen nicht eins sind." Es gibt, argumentiert er, eine Reihe von Modellen sichtbarer Einheit, von denen jedes seine Stärken hat. Aber im Blick auf unsere heutigen Erfahrungen meint er: "Ich schaue auf das, was uns im Prozess unseres Zusammenwachsens bereichern und weiterhelfen kann. So betonen die Lutheraner zum Beispiel die Kontinuität der apostolischen Lehre. Rom gibt uns Sicherheit und Vertrauen durch das Papsttum. Die Orthodoxen sind tief im Glauben der ungeteilten Kirche verwurzelt und haben die feste Überzeugung, dass diese Einheit am deutlichsten und sichtbarsten in der Eucharistie zum Ausdruck kommt."
Hoffnung für die Zukunft?
Für Metropolit Gennadios liegt die größte Hoffnung für die Ökumene im Allgemeinen und für die ekklesiologischen Konvergenzbemühungen im Besonderen in den Begegnungen zwischen Menschen: "Der beste Dialog findet in den täglichen Erfahrungen von Not und Armut statt. Dort vergessen wir die Meinungsverschiedenheiten unserer Kirchen."
"Für mich", fährt er fort, "geht es beim Dialog darum, dass wir uns besser kennen lernen. Dialog ist ein langsamer Prozess, aber er bringt Ergebnisse, wenn wir den anderen besser kennen. Wenn wir uns gegenseitig kennen lernen und Freunde und Brüder werden, ist schon viel gewonnen. Wir haben auch dann noch unterschiedliche Meinungen. Wir müssen uns auf unsere gemeinsamen Wurzeln besinnen und sie neu definieren."
Und sieht er hoffnungsvoll in die Zukunft? Trotz mancher Rückschläge auf dem gemeinsamen Weg hat er seine Ideale bewahrt. "Ich muss optimistisch sein - ich habe Hoffnung und ich habe eine Vision."
Die Tiger sind, wie er sagt, vielleicht wir selbst - aber wenn auf Tagungen wie dieser Menschen zusammenkommen, die Hoffnung und Visionen haben, dann erweisen sich einiger der dieser Tiger möglicherweise als sehr viel weniger bedrohlich als befürchtet.
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Studien auf dem Weg zu einem ekklesiologischen Konvergenztext
Die Studie "Das Wesen und der Auftrag der Kirche" ist die überarbeitete Fassung einer früheren Studie von Glauben und Kirchenverfassung mit dem Titel „Das Wesen und die Bestimmung der Kirche“ von 1999. Die zweite, aktuelle Fassung berücksichtigt die Stellungnahmen, die zum ursprünglichen Papier eingegangen sind, und stellt den Versuch dar, einen "Konvergenztext" zur Kirche erarbeiten, in dem die wesentlichen Übereinstimmungen zwischen den verschiedenen Traditionen dargestellt werden, aber auch auf trennende Fragen hingewiesen wird, die bislang noch nicht gelöst sind. Die Arbeit an dem Text ist noch nicht abgeschlossen, aber es ist geplant, die endgültige Fassung auf der Vollversammlung des ÖRK 2006 in Porto Alegre vorzulegen.
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* Mark Woods
ist Redakteur der "Baptist Times" und Pastor der Baptistenkirche in Grossbritannien.
Features in Kuala Lumpur:
Obwohl der vorliegende Artikel den üblichen journalistischen Standards der Genauigkeit und Ausgewogenheit genügt, sollte er - da er sich an eine breite Öffentlichkeit richtet - weder als formeller akademischer oder theologischer Text noch als offizielle Stellungnahme der Kommission für Glauben und Kirchenverfassung verstanden werden.
Die Meinungen, die in ÖRK-Features zum Ausdruck kommen, spiegeln nicht notwendigerweise die Position des ÖRK wider. Dieses Material kann mit freundlicher Genehmigung des Autors nachgedruckt werden.
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Studien „auf dem Weg“
Die Studie "Das Wesen und der Auftrag der Kirche" ist die überarbeitete Fassung einer früheren Studie von Glauben und Kirchenverfassung mit dem Titel „Das Wesen und die Bestimmung der Kirche“ von 1999. Die zweite, aktuelle Fassung berücksichtigt die Stellungnahmen, die zum ursprünglichen Papier eingegangen sind, und stellt den Versuch dar, einen "Konvergenztext" zur Kirche erarbeiten, in dem die wesentlichen Übereinstimmungen zwischen den verschiedenen Traditionen dargestellt werden, aber auch auf trennende Fragen hingewiesen wird, die bislang noch nicht gelöst sind. Die Arbeit an dem Text ist noch nicht abgeschlossen, aber es ist geplant, die endgültige Fassung auf der Vollversammlung des ÖRK 2006 in Porto Alegre vorzulegen.
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Die Meinungen, die in ÖRK-Features zum Ausdruck kommen, spiegeln nicht notwendigerweise die Position des ÖRK wider. Dieses Material kann mit freundlicher Genehmigung des Autors nachgedruckt werden
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Der Ökumenische Rat der Kirchen fördert die Einheit der Christen im Glauben, Zeugnis und Dienst für eine gerechte und friedliche Welt. 1948 als ökumenische Gemeinschaft von Kirchen gegründet, gehören dem ÖRK heute mehr als 349 protestantische, orthodoxe, anglikanische und andere Kirchen an, die zusammen über 560 Millionen Christen in mehr als 110 Ländern repräsentieren. Es gibt eine enge Zusammenarbeit mit der römisch-katholischen Kirche. Der Generalsekretär des ÖRK ist Pfr. Dr. Samuel Kobia, von der Methodistischen Kirche in Kenia. Hauptsitz: Genf, Schweiz.