Ökumenischer Rat der Kirchen
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2. Juni 2003
Frankreich: Kirchenführer erörtern Folgen des Irak-Krieges
Die Zukunft des Multilateralismus und die Weltordnung, Irak, der Nahe und Mittlere Osten sowie die Rolle der Kirchen stehen am 5. Juni auf der Tagesordnung eines Treffens in Paris, zu dem Vertreter der Kirchen in Frankreich, Mitglieder der Kommission für internationale Angelegenheiten (CCIA) des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) und ÖRK-Mitarbeiter kommen werden. Die Teilnehmer werden auch von hochrangigen Beamte des französischen Au(enministeriums empfangen.
Auf Einladung von Pfr. Dr. Jean Arnold de Clermont, Präsident des Französischen Evangelischen Kirchenbundes und Mitglied der ÖRK-Kommission, nehmen Vertreter der orthodoxen und der römisch-katholischen Kirche, der Baptisten, der Anglikaner, der Versammlung Gottes und der lutherischen, der evangelischen und der reformierten Kirche an dem Treffen teil. Insgesamt werden rund 20 Teilnehmende erwartet.
De Clermont wies darauf hin, dass die Idee, ein solches Treffen zu veranstalten, bei den jüngsten Bemühungen der französischen Kirchen entstanden war, gegenüber der Regierung ihre Fürsprecherrolle wahrzunehmen. Dabei hätten sie sich weitgehend auf die vom ÖRK geförderten Beziehungen zu Kirchen in den Vereinigten Staaten und im Nahen und Mittleren Osten stützen können. "Für kleine Kirchen wie uns sind solche Beziehungen besonders hilfreich, und wir müssen Wege finden, wie wir sie in der Diskussion über kritische Fragen aufrechterhalten können."
CCIA-Direktor Peter Weiderud erläuterte, die Tagung werde den Teilnehmenden helfen, "weiter darüber nachzudenken, wohin wir als Kirchen von hier aus weitergehen wollen, um insbesondere die Rolle der Vereinten Nationen und des Völkerrechts zu stärken und die Werte, Prinzipien und Gedanken zu fördern, die dem Multilateralismus zugrunde liegen."
Im Anschluss an das Treffen findet vom 6. - 7. Juni eine Tagung des erweiterten Vorstands der ÖRK-Kommission statt. Hier werden ÖRK-Mitarbeiter und Kommissionsmitglieder die laufende Arbeit des ÖRK im Bereich internationale Angelegenheiten überprüfen, weltweite politische Trends analysieren und Empfehlungen formulieren, die dem ÖRK-Zentralausschuss auf seiner Tagung in Genf vom 25. August - 2. September unterbreitet werden. Der Zentralausschuss wird sich unter anderem mit den Folgen des Kriegs gegen den Irak, mit der Lage im Nahen und Mittleren Osten, dem Schutz "gefährdeter Bevölkerungen", dem Zypernproblem und der Weltordnung befassen.
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Der Ökumenische Rat der Kirchen fördert die Einheit der Christen im Glauben, Zeugnis und Dienst für eine gerechte und friedliche Welt. 1948 als ökumenische Gemeinschaft von Kirchen gegründet, gehören dem ÖRK heute mehr als 349 protestantische, orthodoxe, anglikanische und andere Kirchen an, die zusammen über 560 Millionen Christen in mehr als 110 Ländern repräsentieren. Es gibt eine enge Zusammenarbeit mit der römisch-katholischen Kirche. Der Generalsekretär des ÖRK ist Pfr. Dr. Samuel Kobia, von der Methodistischen Kirche in Kenia. Hauptsitz: Genf, Schweiz.