Ökumenischer Rat der Kirchen
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18. März 2005
Indonesische Provinz Papua steht im Zentrum der Arbeit des ÖRK auf der UNCHR-Tagung 2005
Die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte des Volkes von Papua stehen im Mittelpunkt der Arbeit des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) auf der diesjährigen, 61. Tagung der Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen (UNCHR).
Wie bereits in den vergangenen Jahren unterstützt der ÖRK die Teilnahme von Menschenrechtsvertretern/innen aus dem Süden an der Tagung, die vom 12. März bis 22. April stattfindet. Die Mitglieder der ÖRK-Delegation stammen in diesem Jahr aus Papua, Nigeria, Pakistan, Nepal, Guatemala und Kolumbien.
Der ÖRK wird der UNCHR unter dem Tagesordnungspunkt 10 (zu sozioökonomischen und kulturellen Rechten) eine schriftliche Vorlage unterbreiten.
Darin ersucht er die Menschenrechtskommission, die Regierung Indonesiens darüber zu informieren, dass „ihre gegenwärtig ergriffenen Maßnahmen, die Provinz (Papua) gegen den Willen des Volkes zu teilen, … zur Folge haben, dass dem Volk auch weiterhin seine sozioökonomischen und kulturellen Rechte vorenthalten werden.“
Der ÖRK ersucht die Kommission, die indonesische Regierung dringend aufzufordern, „verbindliche Schritte zu unternehmen, damit der Provinz Papua der ihr zustehende gerechte Anteil an den Gewinnen gewährt wird, die aus dem Abbau ihrer reichen natürlichen Ressourcen entstanden sind.“
Der ÖRK ist Mitunterzeichner einer zweiten schriftlichen Vorlage zu den bürgerlichen und politischen Rechten des Volkes von Papua, die sich speziell mit dem Sondergesetz für die Autonomie der indonesischen Provinz befasst.
Während der Tagung der Kommission wird ausserdem eine Studie über die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte des Volkes von Papua veröffentlicht, die von deutschen Kirchen beim ÖRK in Auftrag gegeben und von Wissenschaftlern und Menschenrechtsaktivisten aus Papua durchgeführt wurde. Diese Studie wird am Donnerstag,
31. März
, der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Führende Kirchenvertreter aus Papua werden bei dieser Gelegenheit das Wort ergreifen. (Weitere Einzelheiten dazu werdem Ende nächster Woche vorliegen.)
Vom
2.-4. April
werden Vertreter/innen kirchlicher Einrichtungen, einschliesslich des ÖRK, die an der 61. Tagung teilnehmen, zusammenkommen, um gemeinsame Strategien für die Verteidigung der Menschenrechte des Volkes von Papua auszuarbeiten.
Für den
6. April
hat der ÖRK dann eine Tagung ökumenischer Partner einberufen, die sich grundsätzlich mit der Frage der Reform der UNCHR befassen wird.
Weitere Informationen über die Arbeit des ÖRK auf der 61. Tagung der UN-Menschenrechtskommission finden Sie unter:
http://wcc-coe.org/wcc/what/international/chr2005.html
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Der Ökumenische Rat der Kirchen fördert die Einheit der Christen im Glauben, Zeugnis und Dienst für eine gerechte und friedliche Welt. 1948 als ökumenische Gemeinschaft von Kirchen gegründet, gehören dem ÖRK heute mehr als 349 protestantische, orthodoxe, anglikanische und andere Kirchen an, die zusammen über 560 Millionen Christen in mehr als 110 Ländern repräsentieren. Es gibt eine enge Zusammenarbeit mit der römisch-katholischen Kirche. Der Generalsekretär des ÖRK ist Pfr. Dr. Samuel Kobia, von der Methodistischen Kirche in Kenia. Hauptsitz: Genf, Schweiz.