Ökumenischer Rat der Kirchen
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4. Dezember 2008
Internationale ökumenische Delegation besucht Kolumbien
Vom 6. bis 12. Dezember wird eine Gruppe von Kirchenvertreter/innen aus der ganzen Welt zu einem Solidaritätsbesuch nach Kolumbien fahren und sich dort mit Kirchen, ökumenischen Organisationen und zivilgesellschaftlichen Bewegungen treffen.
Kolumbien gehört weltweit zu den Ländern, die am meisten Gewalt erleben. Seit den 1960er Jahren kommt es immer wieder zu Konflikten zwischen der Armee, zwei linken Rebellengruppen und rechten Paramilitärs. Drogen und damit zusammenhängende Verbrechen verschärfen die Situation, die von den Vereinten Nationen als eine der schwersten humanitären Katastrophen bezeichnet wird.
In dem schon jahrzehntelang andauernden Konflikt sind bereits zehntausende Menschen ums Leben gekommen und mehr als 3 Millionen waren gezwungen ihre Heimat zu verlassen.
Das internationale Team wird Kolumbien im Rahmen der "
Lebendige Briefe
"-Initiative des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) besuchen. Gastgeber ist das ökumenische Netzwerk Kolumbiens.
Lebendige Briefe sind kleine ökumenische Teams, die ein Land besuchen, um den Menschen zuzuhören, von ihnen zu lernen, miteinander über Konzepte und Herausforderungen bei der Überwindung von Gewalt und in der Friedensarbeit zu sprechen und gemeinsam für Frieden zu beten.
Die Delegation wird Orte im Westen und Nordwesten Kolumbiens besuchen und dort, in den so genannten "humanitären Zonen", Gemeinden zu treffen. Diese "humanitären Zonen" sind klar abgegrenzte Gebiete, in denen die Zivilbevölkerung lebt und zu denen bewaffnete Gruppen jeglicher Couleur keinen Zugang haben sollen. Diese Zonen sollen die Menschen vor Menschenrechtsverletzungen schützen.
In Barranquilla wird das Team sich mit Vertreter/innen von Organisationen für Vertriebene und der Presbyterianischen Kirche von Kolumbien treffen. In der Hauptstadt Bogotá stehen Treffen mit zivilgesellschaftlichen Organisationen, UN-Vertretern/innen, Repräsentanten/innen von Bevölkerungsgruppen afrikanischer Abstammung und Mitgliedern indigener Völker auf dem Programm.
Die Mitglieder der ökumenischen Delegation sind:
·
Bischof em.
Aldo Etchegoyen
, Evangelisch-Methodistische Kirche von Argentinien
·
Bischof
Solito K. Toquero
, Vereinigte Methodistische Kirche, Philippinen
·
Marlon Zakeyo
, Advocacy-Büro für Zimbabwe in Genf, Schweiz
·
Pfarrer
Jorge Ziljstra,
Lateinamerikanischer Rat der Kirchen, Regionalsekretär für die Karibik und Groß-Kolumbien, Puerto Rico
ÖRK-Mitarbeiter:
·
Pfarrer
Christopher Ferguson
, ÖRK-Vertreter bei den Vereinten Nationen
Der internationale ökumenische Solidaritätsbesuch in Kolumbien ist Teil der "Lebendige Briefe"-Initiative. In Vorbereitung auf die
Internationale ökumenische Friedenskonvokation
2011 in Jamaica werden bis 2010 im Rahmen der
Dekade zur Überwindung von Gewalt
weltweit jedes Jahr mehrere "Lebendige Briefe"-Besuche stattfinden.
Ökumenisches Netzwerk Kolumbien (auf Spanisch):
http://www.redecumenica.org
ÖRK-Mitgliedskirchen in Kolumbien (auf Englisch):
http://www.oikoumene.org/?id=4736&L=2
Dekade zur Überwindung von Gewalt
http://gewaltueberwinden.org
Weitere Informationen
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Juan Michel,+41 22 791 6153 +41 79 507 6363
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Der Ökumenische Rat der Kirchen fördert die Einheit der Christen im Glauben, Zeugnis und Dienst für eine gerechte und friedliche Welt. 1948 als ökumenische Gemeinschaft von Kirchen gegründet, gehören dem ÖRK heute mehr als 349 protestantische, orthodoxe, anglikanische und andere Kirchen an, die zusammen über 560 Millionen Christen in mehr als 110 Ländern repräsentieren. Es gibt eine enge Zusammenarbeit mit der römisch-katholischen Kirche.
Der Generalsekretär des ÖRK ist Pfarrer Dr. Olav Fykse Tveit, von der (lutherischen) Kirche von Norwegen.
Hauptsitz: Genf, Schweiz.