Ökumenischer Rat der Kirchen
-
Aktuelles
Kontakt: + 41 22 791 6153 +41 79 507 6363
media@wcc-coe.org
Zur Veröffentlichung frei:
6. Mai 2004
Weltmissionskonferenz 2005: Weltweit grösste christliche Missionsversammlung diskutiert über Heilung und Versöhnung
Cf. Pressemitteilung PR-03-22 vom 11. Juni 2003
In einem Jahr findet die Konferenz für Weltmission und Evangelisation statt, zu der Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus der ganzen Welt erwartet werden. Noch nie in der Geschichte Weltmissionskonferenzen ist das Spektrum der teilnehmenden Kirchen so gross gewesen.
Gastgeberin der Konferenz, die vom 9. bis 15. Mai statt findet, ist die Kirche von Griechenland. Tagungsort ist das Agios-Andreas-Freizeitzentrum bei Athen. Die Konferenz-Webseite in vier Sprachen ermöglicht eine Beteiligung über die 500 offiziellen Delegierten hinaus.
Mit dem Ruf "Komm, Heiliger Geist, heile und versöhne" wird die Konferenz eröffnet. Sie endet mit einem Aussendungsgottesdienst auf dem Areopag, wo Paulus den Athenern predigte und diejenigen, die an verschiedene Götter glaubten, aufrief, Gott zu suchen (Apg 17, 27).
Seine Seligkeit Christodoulos, Erzbischof von Athen und ganz Griechenland, begrüßte in einer Ansprache in Athen im vergangenen März die Konferenz, die als erste Missionskonferenz in einem Land stattfindet, in dem die orthodoxe Kirche mehrheitlich vertreten ist.
Athen mit seiner einzigartigen Kultur und Geschichte wird einen besonderen Rahmen für die Beschäftigung der Teilnehmenden mit Fragen nach Mission als Heilung und Versöhnung sowie nach der Rolle des Heiligen Geistes bieten.
Angesichts der 25% Teilnehmer und Teilnehmerinnen evangelikalen, pfingstkirchlichen und römisch-katholischen Hintergrunds werden die Diskussionen auch den wachsenden Einfluss dieser Traditionen auf die Mission reflektieren. Die Konferenz wird sich zudem mit der Tatsache beschäftigen, dass die missionarische Bewegung heute weitgehend von Süden nach Norden verläuft.
Die Konferenz fällt mit der Halbzeit der Dekade zur Überwindung von Gewalt (2001-2010) des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) zusammen. Aus diesem Anlass werden die Teilnehmenden auch Themen der Dekade diskutieren, insbesondere die Frage nach Gebrauch, Missbrauch und falschem Gebrauch von Macht sowie nach religiöser Identität und Pluralität.
"In unserer globalisierten und bruchstückhaften Welt voller Spaltungen und Konflikte ist die Botschaft des Evangeliums von Heilung und Versöhnung lebenswichtig", sagt Ruth Bottoms, baptistische Pastorin aus Großbritannien, die den Vorsitz der Kommission für Weltmission und Evangelisation und des Planungsausschusses für die Konferenz führt.
Unterlagen und Vorbereitungsmaterialien in Englisch, Deutsch, Französisch und Spanisch stehen nun auf der Webseite der Konferenz zur Verfügung. Interessenten sind eingeladen, Materialien und Ideen beizusteuern.
Durch eine besondere Internet-Einrichtung kann die Konferenz auf der ganzen Welt mitverfolgt werden. Zudem ist es so möglich, sich an Diskussionen zu Konferenzthemen unmittelbar zu beteiligen.
Die Tradition der Weltmissionskonferenzen geht auf die erste Konferenz 1910 in Edinburgh zurück, die das Fundament für die Gründung des Internationalen Missionsrats legte, der sich 1961 mit dem ÖRK zusammenschloss. Die letzte Weltmissionskonferenz fand 1996 in Salvador de Bahia, Brasilien, zum Thema Evangelium und Kulturen statt.
www.mission2005.org
Dieses Material kann nachgedruckt werden.
Weitere Informationen
:
Juan Michel,+41 22 791 6153 +41 79 507 6363
media@wcc-coe.org
Der Ökumenische Rat der Kirchen fördert die Einheit der Christen im Glauben, Zeugnis und Dienst für eine gerechte und friedliche Welt. 1948 als ökumenische Gemeinschaft von Kirchen gegründet, gehören dem ÖRK heute mehr als 349 protestantische, orthodoxe, anglikanische und andere Kirchen an, die zusammen über 560 Millionen Christen in mehr als 110 Ländern repräsentieren. Es gibt eine enge Zusammenarbeit mit der römisch-katholischen Kirche. Der Generalsekretär des ÖRK ist Pfr. Dr. Samuel Kobia, von der Methodistischen Kirche in Kenia. Hauptsitz: Genf, Schweiz.